#23 Ich hab´ ja quasi Deutschland repräsentiert!
Shownotes
Schaut gerne auf Insta vorbei: keinschmerzimherz_derpodcast oder schreibt uns Liebesbriefe per Mail: keinschmerzimherz@gmail.com
Transkript anzeigen
00:00:02: Kein Schmerz.
00:00:19: Ich brauche dich auch.
00:00:22: Wir haben gerade gesagt, wir sind aus der Übung.
00:00:24: Woran
00:00:25: das wohl liegt?
00:00:27: Mal wieder.
00:00:32: Wir haben uns etwas zurückgezogen in unsere kleinen, sicheren Höhlen und haben das Podcastprojekt nun ja völlig schleifen lassen.
00:00:42: Weil wir haben so viel Hate-Nachrichten bekommen.
00:00:44: Wir haben nicht damit klargekommen, dass sie uns alle nicht mehr...
00:00:48: Nach der letzten?
00:00:49: Ja.
00:00:50: Nervenzusammenbruch.
00:00:51: Männer hassen der Utherus liebende.
00:00:57: Das wird gut heute, es wird gut.
00:00:59: Auf die Vorbereitung zur heutigen Folge haben wir nochmal in die letzten reingehört.
00:01:04: Weil jetzt du.
00:01:05: Ja, okay.
00:01:06: Ich, damit wir nochmal so ein wenig wissen über was wir... dass wir gang noch mal gesprochen haben und da mit uns Setzen festgestellt, dass unsere letzte Aufnahme im Juli war.
00:01:17: Und jetzt ist es
00:01:17: wohl bald Oktober?
00:01:20: Noch ist September.
00:01:21: Ich finde,
00:01:23: so soll die arbeiten.
00:01:24: Gerade haben wir uns auch bis in Gedanken gemacht, was seit Juli dann alles so passiert ist.
00:01:29: Nach der vierten, die nach vier Seite haben wir gesagt, komm, lass einfach anfangen.
00:01:33: Ja, weil, also, wir haben nichts erlebt quasi.
00:01:35: Gar nichts.
00:01:36: Nichts passiert.
00:01:38: überhaupt auch gar nichts verpasst.
00:01:39: Hätten wir da erzählen sollen.
00:01:42: Weiß ich jetzt nicht.
00:01:44: Wir haben in der Folge, in der letzten, die vom Uli, du korrigierst mich bitte, wenn es nicht stimmt, weil ich konnte es mir tatsächlich nicht an.
00:01:53: Wie denn auch?
00:01:54: Ich war ja wirklich in totalen Monologe verfallen.
00:01:56: Also ich konnte mir selber nicht zuhören.
00:01:58: Deswegen, es ging um Uten.
00:02:00: Primer um deinen.
00:02:03: Ja, und deswegen konnte ich es wirklich nicht anhören.
00:02:04: Weil
00:02:04: der wirklich viel Action war.
00:02:06: Also
00:02:06: es reicht jetzt auch wirklich.
00:02:08: Fassen wir kurz zusammen.
00:02:10: Meine Gebärmutter ist noch da, wo sie hingehört.
00:02:13: Und die Spirale ist jetzt auch da, wo sie hingehört, nämlich nicht mehr in mir drin.
00:02:17: Und es war wohl, zumindest für eine von uns, ein sehr schönes Erlebnis.
00:02:22: Und die eine bin ich, ich.
00:02:25: Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber mit so einer Spirale kann man so verdatscht unter einer Kose
00:02:31: so viele
00:02:32: schöne Dinge machen.
00:02:34: Falls ihr euch jemals fragt, was schenken wir denn unserem fünf bis zehnjährigen Kind?
00:02:39: Eine Spirale kann man Blume spielen, man kann Flugzeug spielen, man kann auch wildfremde Menschen danach fragen, ob sie sie vielleicht behalten möchten oder man hat eine Freundin mit dabei, die sie dann sichert.
00:02:54: Sie war sauber.
00:02:55: Wirklich.
00:02:56: Also, ich hab ja nix mitbekommen, auch, weil da gab's so ne Kurznakose.
00:03:03: Und ich muss sagen, das ist schon schön.
00:03:06: Also, Kurznakosen gefallen mir besser wie Vollnakosen.
00:03:10: Ich weiß aber wohl auch
00:03:11: nicht mehr alles, was ich danach gesagt oder getan habe.
00:03:14: Ich weiß noch, dass ich aufgewacht bin und dann in das Nebenzimmer gekommen bin, wo ich mich hinsetzen sollte und dass du dann da
00:03:23: warst.
00:03:25: Wie eine Honigkuchenpferd
00:03:26: habe ich, glaube ich, noch gefragt, wie die denn
00:03:29: aussieht,
00:03:30: ob ich die mal sehen darf.
00:03:33: Und dann wurde ich komisch angeguckt von der Arzthelferin, das weiß ich auch noch.
00:03:38: Und dann weiß ich viel nicht.
00:03:41: Guck mal, Louisa, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.
00:03:57: schlecht gelaunt, als du zu Hause abgeholt habe.
00:04:01: Ich durfte keinen Kaffee trinken.
00:04:03: Ich durfte nichts essen und ich durfte nicht rauchen.
00:04:06: Das
00:04:06: waren wirklich zu viele Dinge auf einmal.
00:04:09: Und ich durfte ja auch kein Wasser trinken.
00:04:10: Also ich durfte ja eigentlich gar nichts.
00:04:13: Zeig mir einen Menschen, der da gute Laune hat.
00:04:16: Ich fand das nur so überraschend, weil du ja überhaupt keine Angst hattest vor dieser Narkose oder vor dieser kleinen OP, sondern es war wirklich die größte Sorge.
00:04:26: dass der Kaffee jetzt noch so lang dauern wird und die Kippe.
00:04:30: Und da hab ich gemerkt, okay, damit kann ich arbeiten.
00:04:33: Das ist in Ordnung.
00:04:34: Also, krummlich kenne ich dich, panisch eher selten.
00:04:38: Und ich fand krummlich viel besser.
00:04:40: Ja.
00:04:41: Na ja, und die ganze Sache ging ja auch, zwanzig Minuten.
00:04:45: Und dann durfte ich meinen Kaffee trinken.
00:04:48: Das war gut.
00:04:49: Ich hab dich dann da eingesammelt.
00:04:51: Mir wurde von beiden kranken Schwestern wärmstens ans Herz gelegt, dass ich dich unbedingt eingehakt lassen soll, was sich auch schon im Gang aus dieser Praxis rausgezeigt hat.
00:05:02: Weil, ja, das weiß ich auch noch.
00:05:04: Siehst du mir halt dich fest?
00:05:06: Ja.
00:05:07: An mir.
00:05:07: Und
00:05:07: dann hab ich
00:05:08: ... an mir.
00:05:10: Das hat niemand
00:05:11: gesagt.
00:05:12: Dieser großen, starken Frau neben dir?
00:05:14: Das wär ich.
00:05:16: Aber auf der einen Seite war ne Schrankwand.
00:05:18: Und die war in dem Moment definitiv, glaube ich, für dich der sichere Hafen.
00:05:23: Kann ich verstehen?
00:05:24: Ich weiß noch, dass du hinter mir gelaufen bist und gesagt hast, so bin normalerweise ich.
00:05:31: Und so hatte ich dich eingehakt auf der einen Seite und auf der anderen Seite hatte ich das Plastikbächerchen mit deiner Spirale
00:05:38: in der Hand.
00:05:38: Weil ich dir mit nach Hause nehmen wollte.
00:05:40: Ein Kunstprojekt wolltest du draus machen.
00:05:41: Ja.
00:05:43: So landet sie schon nicht im Meer.
00:05:45: Sondern bald an deiner Wand.
00:05:47: Ist sie gerade im Chaoszimmer?
00:05:49: Nee, sie steht immer noch auf der Heizung.
00:05:56: Hau mal an!
00:05:56: Erst im passenden Rahmen.
00:05:59: Das ist das nächste Projekt.
00:06:00: Wir haben jetzt noch eine Woche Urlaub vor uns.
00:06:02: Das wird gebastelt.
00:06:03: Das sag ich dir, aber es wird gestrichen und gebastelt.
00:06:05: Ludja, dann brachte ich dich heim und dann verfrachtete ich dich auf die Couch.
00:06:10: Ach, dann rief deine Mutter noch
00:06:11: an.
00:06:12: Stimmt.
00:06:13: Das weiß ich auch nicht mehr.
00:06:15: Mit kurzem ehrlichen Feedback zu deinen Ex-Partnern.
00:06:20: Oh, ja.
00:06:21: Und dann hab ich Frühstück gemacht.
00:06:25: Au, da kommt einiges wieder gerade.
00:06:28: Und genossen hab ich da.
00:06:31: Ja, dann hab ich geschlafen und dann war der Tag vorbei.
00:06:35: So viel dazu.
00:06:36: Als
00:06:36: das dann erledigt war, muss man auch sagen, dass du da mitten ... in der schönsten Phase deines bisherigen Arbeitslebens warst.
00:06:45: Ja, war ich in der schönsten Arbeits- Arbeitsphase im Leben.
00:06:49: Leben!
00:06:50: Bist hineingesprungen in die Freude von einer Achtzig-Prozent-Woche.
00:06:57: Ja, für kurze Zeit.
00:07:00: Erst mal hat es ja wirklich lange gedauert, dass ich das entschieden habe.
00:07:05: Wir machen das jetzt mal ganz anders.
00:07:10: und mich dann dazu entschieden habe, ich möchte noch mehr sehen von der Welt, wie dieses Büro.
00:07:18: Und würde vielleicht auch gerne was noch so machen im handwerklichen Bereich.
00:07:24: Ich weiß gar nicht, da hatten wir das, glaube ich, auch schon mal drüber.
00:07:26: Und dann habe ich aber auch also eine Gleitzeit.
00:07:29: recht schön, aber ich glaube, man kennt es auch, man arbeitet irgendwie den ganzen Tag, kommt nach Hause, hätte dann vielleicht Zeit, aber hat dann einfach auch keine Lust mehr, weil man müde ist.
00:07:39: oder noch andere Hobbys hat oder so.
00:07:42: Und ich gemerkt hab, ich hab da gar keine Kapazität dafür, das drum herum noch zu machen.
00:07:49: Wann verlässt du denn morgens das Haus
00:07:52: zur Arbeit?
00:07:53: Ich steh um fünf Uhr, dreißig auf.
00:07:55: Und bin dann um zwischen sechs und halb sieben im Auto.
00:08:02: Und komm dann zwischen sechs und halb sieben nach Hause.
00:08:08: Das klingt ja wirklich für auch einige Zuhörer nach so einem persönlichen Albtraum, weil du bist ja wirklich zwölf Stunden eigentlich an Tour.
00:08:17: Ja, ich fahre aber auch, also muss man auch dazu sagen, ich habe ja auch eine Fahrzeit von einer Stunde ungefähr.
00:08:22: Was hat dich trotz allem daran gehindert?
00:08:27: Denn der Gedanke, ich würde gern weniger arbeiten, war bei dir seit circa zwei Jahren, und das ist jetzt freundlich gerechnet, in deinem Herzen und Kopf.
00:08:36: Was hat dich seither daran gehindert?
00:08:40: diese Achtzig Prozent zu machen.
00:08:43: Ja, für mich gab's nur, entweder ich mach das halt ganz oder ich mach's gar nicht.
00:08:46: Also für mich gab's ja gar nix dazwischen.
00:08:49: Für mich war ja,
00:08:52: sie deutet sich gerade selbst an die Stirn, damit ich's nicht machen muss.
00:08:56: Für mich war ja, logisch, ja okay, wenn ich jetzt in dem Top, den ich gerade nun mal mache, nicht so ganz so happy bin und ich würde mich gern, ich würde gern noch was anderes ausprobieren, einfach vielleicht auch, weil sich Interesse verlagert haben oder ich gemerkt habe, ja, ich würde gerne vielleicht auch mal was machen, wo ich am Ende vom Tag ein Ergebnis sehe und halt nicht erst am Ende von einem halben Jahr oder einem Jahr, wenn es gut läuft.
00:09:25: Dann muss ich den Job komplett aufgeben und umschulen.
00:09:30: Das kann ich ja aber nicht, also das könnte ich wahrscheinlich schon, aber das würde ja dann auch bedeuten, dass ich da ja ganz andere Hindernisse hätte.
00:09:40: Weil
00:09:41: ich bin ja jetzt auch keine Anfang zwanzig mehr.
00:09:44: Ich hab ein Auto, das ich bezahlen muss.
00:09:45: Ich hab eine Wohnung, die ich bezahlen muss.
00:09:47: Ich hab ein Hund, der was zu essen braucht.
00:09:49: Ich selber bräuchte vielleicht auch
00:09:50: was zu essen.
00:09:52: Natürlich gibt's da irgendwie ... Möglichkeiten.
00:09:57: Das will ich gar nicht abstreiten.
00:09:59: Aber
00:10:01: ich komm am Ende nicht bei dem raus, was ich jetzt rausbekomme.
00:10:05: Gerade.
00:10:06: Der finanzielle Aspekt, und da reden wir dann auch nicht von, ja mein Gott, das sind irgendwie fünfhundert Euro weniger im Monat, nee.
00:10:13: Das ist dann, wenn ich Glück hab, die Hälfte.
00:10:16: Das ist natürlich der eine Aspekt, der andere Aspekt ist, dass das halt nie in meinem, für mich war klar, ich bin ein gesunder Mensch, körperlich.
00:10:27: Also kann ich auch vierzig Stunden die Woche arbeiten, mindestens.
00:10:34: Im besten Fall ja mehr.
00:10:36: Im Normalfall.
00:10:37: Weil man muss ja immer auch ein bisschen mehr machen, wie die anderen.
00:10:40: Weil,
00:10:40: ich hab's vergessen.
00:10:43: Ja.
00:10:44: Okay, cool, cool, cool, cool.
00:10:46: Auch hier
00:10:47: hat bisweil
00:10:47: immer unsere Diskussion geändert.
00:10:49: Ja,
00:10:49: Leistungsgesellschaft.
00:10:50: Das ist halt, also da bin ich, das ist halt mal im Kopf.
00:10:54: Und da hatten wir es auch in der vergangenen Folge drüber.
00:10:56: Die Vorbilder, die wir hatten, wie unsere Eltern gearbeitet haben, wie wir damit umgehen, auch jetzt in der neuen Generation und, und, und, ja.
00:11:05: Und dann war er ganz lange auch für mich.
00:11:07: Ich kann ja nicht wenige.
00:11:08: Also da muss ja irgendwas, muss ich ja dann auf jeden Fall noch
00:11:13: machen.
00:11:15: Was
00:11:15: Produktives.
00:11:17: Ob ich da jetzt Spaß dran habe, das ist ja jetzt auch erst mal irrelevant.
00:11:21: Was hat dann zu diesem Moment geführt, dass du gesagt hast, okay, ich sage es genau so, wie ich es wahrgenommen habe.
00:11:28: Ich trau mich jetzt diesen Schritt zu gehen, von hundert auf achtzig runter zu gehen, ohne einen Zweitjob zu haben.
00:11:35: ohne ein Praktikum in der Tasche zu haben, egal ob bezahlt oder unbezahlt, sondern wirklich zu sagen, die achtzig Prozent so aufzuteilen, vier Tage die Woche arbeiten, Freitag ist frei.
00:11:46: Wie kam es zu dem Moment?
00:11:48: Ich wurde ziemlich oft angesprochen, auch in meinem Arbeitsumfeld, weil man mir wohl angemerkt hat, dass ich da jetzt weniger Spaß empfinde.
00:12:05: Wohl.
00:12:06: Überlängeren Zeitraum.
00:12:08: Was ich mir ja gar nicht vorstellen kann, weil ich prinzipiell immer das blühende Leben bin.
00:12:13: Und immer fröhlich.
00:12:15: Und ich ja dann auch direkt gefragt worden bin, woran das dann liegt.
00:12:22: Und ich dann, und das dann ja auch, also für mich war ja klar, woran das liegt.
00:12:25: Und ich habe das dann an meinem Gegenüber, habe ich das dann auch erklärt und habe halt gesagt, na ja, ich mache halt nicht mehr den Job, den ich eigentlich mal gelernt habe und der mir Spaß macht, sondern... Primär kümmere ich mich halt um die Instandhaltung von Gebäuden.
00:12:42: Und ...
00:12:44: das ist ja wirklich was, also ... da gibt's ja immer was.
00:12:48: Und dazu kommt ja, dass ich alses macht mir jetzt auch keinen Spaß.
00:12:53: Das geb ich ja auch offen und ehrlich zu.
00:12:56: Es ist jetzt nicht so, dass ich mir denk, toll, Wasserschaden.
00:13:00: Geil.
00:13:01: Und ihr hattet für nach viele Wasserschäden ... Hatt ich jetzt auch wirklich schon lange nicht mehr, da freu ich mich.
00:13:08: Da freue ich mich, dass wir die ganze Bude ausräumt dürfen und dann wird es rausgerissen und dann gucken wir mal und dann rufe ich den Handwerker an und den Handwerker an.
00:13:19: Und es ist dann wiederum spannend, weil ein Kollege von mir dann halt auch gesagt hat, ja Checki, das ist halt ein altes Gebäude, da ist es halt so.
00:13:29: Es wäre ja langweilig, wenn da nichts wäre.
00:13:31: und ich habe dann gesagt, das gehen unsere Meinungen
00:13:34: auseinander.
00:13:36: Ich glaub, ich hab fast Anstaltungskauf drauf.
00:13:39: Geh lernt.
00:13:40: Na ja, jetzt sitze ich plötzlich in der Fortbildung zu.
00:13:43: Ah, ja, genau.
00:13:44: Miet und Wohnrecht.
00:13:45: Cool.
00:13:46: Freu ich mich.
00:13:47: Als
00:13:47: einziger Mensch.
00:13:49: Oh ja, das war so furchtbar.
00:13:52: Die war so teuer und die war so schlecht.
00:13:55: Und das tut mir bis heute leid.
00:13:57: Das war Frontalunterricht vom Allerfeinsten.
00:14:00: Vor allem hat es mir gar nicht so viel gebracht.
00:14:03: Aber jede Frage, die ich gestellt hab, war dann die Antwort, naja, das kommt drauf an.
00:14:08: Wie das ja immer ist in so jungen jungen Geschichten.
00:14:12: Und ich dann gesagt habe, naja, also wäre ja eigentlich sinnvoll, einen Anwalt das machen zu lassen.
00:14:17: Ja, genau.
00:14:19: Richtig.
00:14:19: Das denke ich mir.
00:14:21: Ja.
00:14:22: Danke.
00:14:23: Ich habe mir gerade wie die junge Frau zum Kind zu diesem Job.
00:14:26: Und jetzt darf ich hier plötzlich ... Ja, Rechtstexte, Schreiben, Lesen, Überprüfen, das war wirklich sehr spannend.
00:14:33: Und
00:14:33: man muss auch dazu sagen, warum machst du das dann und warum gehst du nicht einfach?
00:14:41: Ich bin in einer sehr privilegierten Position.
00:14:45: Das muss ich einfach so sagen.
00:14:49: Ich habe da ein verdammt gutes Team, Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich sehr gut zusammenarbeiten kann, wo... Auch zwischenmenschlich ist jetzt keine Vollkatastrophen gibt, die mit mir zu tun haben und habe halt auch relativ viele Freiheiten.
00:15:09: Das ist so.
00:15:10: Ich kann meinen Hund mit ins Büro nehmen jeden Tag.
00:15:14: Ich kann im Prinzip, wenn ich jetzt keine Termine habe oder so, kommen und gehen, wann ich möchte, ich kann Homeoffice machen und so weiter und so fort.
00:15:22: Ich
00:15:22: bin gerne da.
00:15:23: Ich mache nicht unbedingt diesen einen Teil meiner Arbeit gerne, aber ich möchte mich auch mal behaupten, dass es überall irgendwas gibt, wo ein stört.
00:15:32: Aber es ist halt zunehmend so geworden, dass ich halt gemerkt habe, okay, ich mich nervt es alles langsam und ich würde wirklich gerne was machen, wo ich einfach, wo ich hingehe, wo ich vielleicht auch körperlich ausgelastet werde oder wo ich halt einfach am Ende vom Tag ein Ergebnis sehe.
00:15:48: Und auch was mit meinen Händen getan habe und es nicht tippen ist.
00:15:53: oder telefonieren, was ich ja auch gar nicht mag eigentlich, aber es halt mache, weil es dazu gehört.
00:15:59: Ich habe da ja tatsächlich auch mit meiner Therapeuten drüber gesprochen und er hat ja auch gemeint, ja sie können das ja auch in ihrer Freizeit so was machen, also es gibt ja auch Kurse oder sonstiges, die sie belegen können oder so, weil ich halt gesagt habe, na ja ich kann halt jetzt, also ja, je nach Wetterlage im Hochsommer gehe ich jetzt nicht irgendwie... Holz hacken,
00:16:20: weil
00:16:20: es mir dann auch zu
00:16:21: warmen.
00:16:21: Unser
00:16:22: Auge irgendwie langweilig, weil das kann ich ja immer.
00:16:24: Ja, und dann war aber klar, ich schaff das halt nicht nebenher.
00:16:27: Also ich schaff das nicht, wenn ich halt Vollzeit arbeite und dann am Wochenende irgendwie noch Geeks hab und so.
00:16:33: Funktioniert nicht.
00:16:34: Da reicht meine Energiepensum nicht aus dafür.
00:16:40: Und dann kam irgendwann, ich weiß gar nicht, kam der Punkt, wo ich gesagt hab, na gut, dann machen wir das jetzt.
00:16:49: Ich werde diesen Moment niemals mehr vergessen.
00:16:54: Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr einen dementen Menschen begegnet und ihr habt immer wieder die gleiche Unterhaltung über sehr lange Zeitraunen.
00:17:01: Und es ist so, ihr kommt immer zu dem gleichen Ergebnis.
00:17:04: Figo.
00:17:05: Ich hab
00:17:05: gesagt, ich nicht vergessen.
00:17:07: Ich dachte, okay,
00:17:08: ich dein Gesicht auch nicht.
00:17:10: Und parallel zu deiner Entscheidung, und da war der Vertrag noch nicht unterschrieben, gab es ... innerhalb, also nicht der Firma, sondern der Stadt, gewisse Umstrukturierungen, gewisse Spaß,
00:17:25: Spaß,
00:17:26: Spaß, haben wir gelacht.
00:17:29: Sparmaßnahmen, wie es momentan in sehr, sehr vielen Städten eben vonstatten geht und es gibt gewisse Kürzungen, auch im Veranstaltungsbereich und, und, und im sozialen Sektor.
00:17:40: Und ich habe bei dir im Vergleich zu früher Wo man es vielleicht sagen könnte, betrifft mich das längerfristig vielleicht doch irgendwann, also obwohl ich fühle mich safe und der Laden läuft und es wird auch offen darüber kommuniziert und das ist eigentlich ganz in Ordnung.
00:17:58: Aber die Ausschläge dieser Entscheidungen, die waren schon immer mehr und sind immer mehr spürbar innerhalb der Firma aufgrund dessen, dass es eben die ganze Staat betrifft.
00:18:08: Das sind selbliche Betriebe von betroffen.
00:18:11: Ich habe das morgens gelesen, in meine Nachricht und ich so, fuck.
00:18:16: Oh Gott, oh Gott, hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich kam da noch nicht die Zeitung in die Firma.
00:18:20: Oh Gott, nee, nee, nee.
00:18:20: Okay, ich muss sagen, wie schreibe ich das?
00:18:22: Ich schon Texte formuliert, möchtest schonend.
00:18:26: Schick den ab.
00:18:27: Du so, ja, ja, das weiß er gestern schon.
00:18:32: Da wäre doch jetzt vor zwei Jahren, vor einem Jahr, ein panischer Anruf gewesen.
00:18:38: Mit der Frage, Luisa, was mache ich jetzt?
00:18:42: Wo bewerbe ich, was für Möglichkeiten?
00:18:45: Wir gehen alle zugrunde.
00:18:46: Ich werde obdachlos.
00:18:48: Vermutlich.
00:18:49: Ja.
00:18:50: Und die Reaktion war, schauen wir mal, was wird.
00:18:56: Bisweil, das klappt schon irgendwie.
00:18:58: Und ich
00:18:58: habe mir gedacht, hä?
00:19:00: Und dann plötzlich so eine Wesensverwandlung dann zu sehen.
00:19:03: Plus, ja, ich mache jetzt achtzig Prozent.
00:19:06: Okay, okay.
00:19:08: Aller was nimmt die?
00:19:09: Und warum hab ich's nicht mitgekriegt?
00:19:10: Und warum dem ich's nicht?
00:19:12: Nachdem du das dann auch der Person verkündet hattest, vor der du am meisten Angst hattest, das zu sagen, dass du achtzig Prozent arbeitest.
00:19:19: Und die interessanterweise, ja, sowas von cool reagiert hat.
00:19:23: Und sagt, hallo, was machst
00:19:26: du?
00:19:26: Ja, das Witzige ist ja, dass jeder so in der Art reagiert hat.
00:19:33: Also auch meine Kolleginnen und Kollegen, den hab ich das ja, also ich hab das natürlich erst mal im Chefe besprochen.
00:19:39: Du kannst ja nicht einfach von heute auf morgen weniger machen.
00:19:41: Und dann ging es ja auch darum irgendwie, wie kann man diese Arbeit, der zwanzig Prozent oder so, kann man die verteilen an bestehende Personen?
00:19:55: Oder ist es da dann an den Stellen auch zu viel und so?
00:20:00: Und da hab ich ja dann noch gedacht, jetzt komm ich nämlich und sag, hey you.
00:20:08: Surprise, surprise.
00:20:10: Ich mache jetzt weniger, dafür mache ich mehr.
00:20:13: Na, wie wär's?
00:20:14: Cool, gell?
00:20:15: Aber wir sind ja ein ganz tolles Team,
00:20:17: ne?
00:20:19: Ja, war dann quasi gesegnet mit wundervollen Menschen, die gesagt haben, also zum einen, ich kann das voll nachvollziehen, dass du das machst und findest auch gut, dass du dich da, dass du sagst, okay, du willst dich ausprobieren, auch wenn es nur der eine Tag ist.
00:20:38: Und es ist mir lieber so, du bist vier Tage da wie gar nicht mehr.
00:20:41: Und aber eben auch dann die Leute gesagt haben, das kriegen wir hin.
00:20:48: Also das war für mich auch schon ein riesen Geschenk.
00:20:51: Weil das nicht, ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.
00:20:55: Und dass der meistens man eher mit einer anderen Reaktion rechnet.
00:21:00: Auf jeden Fall.
00:21:01: Auf jeden Fall.
00:21:02: Zumindest
00:21:02: ich habe mit einer anderen Reaktion gerechnet.
00:21:05: Und da war ich schon, das war schon schön auch.
00:21:09: Besonders... weil ja auch die Aufgabenbereiche, die verteilt wurden, da schreit jetzt keiner, ich habe zu wenig Arbeit.
00:21:16: Wir haben ja halbes Jahr in der gleichen Firma gearbeitet und es ist für mich einfach der Beweis, also die Reaktionen auf deinen Wunsch und auf die Mehrarbeit für andere und diese Unterstützung, die du erfahren hast, was ihr für ein Team seid.
00:21:35: Also, dass dieses Zusammenarbeiten auf Augenhöhe Und du bist zwar teilweise höher gestellt, aber die Arbeit auf Augenhöhe stattfindet.
00:21:48: Und weil du ja auch, sagen wir im Laufe der Zeit, hast du dich ja auch da hoch gearbeitet.
00:21:54: Und es ist jetzt auch etwas, was dir nicht einfach so zack, da hast du hier diese Privilegien.
00:21:58: Jackie, viel Spaß damit, sondern du hast da ja auch viel reingesteckt.
00:22:02: Hast auch viel abgefedert, was auch manchmal in die Hose gegangen wäre.
00:22:05: Und ich glaube, das war auch einfach das, was gesehen wurde über all die Jahre, die du da jetzt bist.
00:22:10: Und das zeigt mir einfach, dass einmal du eine sauwertvolle Arbeitskraft sein musst für den Laden, weil sonst hätten die Leute nicht so reagiert, aber auch die Menschen dort, dich auch einfach als genau das anerkennen, was du bist und auch selber dich dabei unterstützen wollen.
00:22:29: Das finde ich halt menschlich so top, dass da gar kein Neid im Raum war oder Gossip.
00:22:35: oder hinter vorgehaltener Hand wird irgendwas gequatscht, nee.
00:22:38: Zumindest
00:22:38: habe ich nichts mitgekriegt.
00:22:39: Und
00:22:40: so lassen wir das bitte auch.
00:22:42: Du hälst dir schön die Ohren so in der Tee-Küche.
00:22:44: Nicht, dass dir das passiert, was mir passiert.
00:22:46: Also es zeigt mir einfach, was für ein großartiges Team ihr seid.
00:22:49: Und dann warst du.
00:22:50: Achtzig Prozent checki!
00:22:53: Und der Plan war ja erst mal... Ja, jetzt über den Sauma, jetzt mache ich ja erst mal einfach nichts.
00:22:59: Jetzt schauen wir mal.
00:23:00: Weil es gab
00:23:00: es ja noch nie.
00:23:02: Nee.
00:23:03: Das war so verrückt, ich bin freitags morgens in meine Arbeit hineingegangen.
00:23:09: Und dann lese
00:23:11: ich um
00:23:11: neun Uhr dreißig am ersten Freitag.
00:23:14: Ja, ich stieg langsam auf, geht dann mit dem Joghurt raus.
00:23:18: Ich habe es geliebt.
00:23:20: Ich
00:23:20: auch.
00:23:21: Ich habe das so sehr geliebt, dass ich an diesem Tag beschlossen habe.
00:23:24: Ich musste dich abends besuchen.
00:23:25: Mit einem kleinen Blumentopf.
00:23:27: wo die achtzig Prozent drauf standen vom Pflanzen, die eigentlich hätten angehen müssen, aber es nicht getan haben.
00:23:32: und es ist nicht deine Schuld.
00:23:33: Ja, ich habe
00:23:34: wirklich mehr Mühe gegeben.
00:23:35: Ja, wirklich.
00:23:36: Also das war der größte Rotz überhaupt.
00:23:38: Ja, und pro Seko wäre jetzt gedacht.
00:23:40: Und dann hast du gesagt, schauen wir mal, was so kommt diesen Sommer?
00:23:45: Ja, und habe ja schon zwischendurch auch geguckt und habe dann aber auch festgestellt,
00:23:48: na ja,
00:23:50: das ist ja schön, dass du das möchtest.
00:23:54: Du hast so getan, als wärst du auf jeden Fall für alle Menschen, wo du jemals im Handwerk begegnen wirst, eine absolute Vollbelastung.
00:24:02: Und würdest du überhaupt nichts bringen.
00:24:03: Was du am Anfang gewesen wärst, räum ich ein.
00:24:06: Also, was jeder ist, der das noch nie gemacht hat.
00:24:10: So richtig.
00:24:11: Ja, aber du kannst ja nicht nix.
00:24:13: Ich gehe
00:24:13: da ja hin und sag, ich hab schon mal, ich bin ja kein Mann.
00:24:21: Entschuldigung.
00:24:23: Ich hab aber schon mal Nadel in die Wand gehauen und dann ein Bild dran gehangen.
00:24:27: Natürlich weiß ich, wie das geht.
00:24:30: Nein, Justus, eine Kehrregal gilt nicht.
00:24:33: Und dann haben wir ja diese freien Freitage zunehmend immer besser gefallen.
00:24:37: Und ich dachte, an dem einen freien Freitag, also ich weiß nicht, ob das Handwerk sie jemals irgendwie sehen wird, weil du das so genossen hast.
00:24:49: Und ich war ja da absolut... ... der Befürworterin von dieser ganzen Geschichte.
00:24:53: Weil du so entspannt plötzlich warst.
00:24:56: Und auch ... ... montagsmorgens ... ... gar nicht mal mit einer Krawatte irgendwo hingefahren bist, sondern gedacht hast du ...
00:25:03: ... Schie!
00:25:05: Ich finde, du bist das beste Beispiel dafür.
00:25:08: Wie gut eine Vier-Tage-Woche ... ... ich weiß, ich weiß, da geht man sich weiter so fest.
00:25:14: Beruhigen wir uns wieder alle.
00:25:15: Wir hatten auch mal eine Sechzig-Stunde-Woche.
00:25:17: Als du das perfekte Beispiel bist für eine Vier-Tage-Woche, denn ... Die vier Tage waren plötzlich voll mit, du riechst mich an auf einer Hauseweg und sag Ritual und sagst, ich hab heute richtig viel geschafft.
00:25:31: Und ich weiß nicht, wann ich das das letzte Mal so in dem Überschwung und auch in dieser Überzeugung von dir gehört hab.
00:25:39: Er wird
00:25:39: geballert.
00:25:40: Er wird geballert, Digger.
00:25:42: Weil freier ist frei.
00:25:43: Ja.
00:25:44: Also, vier Wochen war freitags frei.
00:25:47: Denn Jackie kennt Hins und Kunst.
00:25:50: Und hatte dann wohl wieder, war's bei einem Auftritt nach einem Auftritt?
00:25:54: Ja, wer hätte's gedacht, Leute?
00:25:56: Die Frage kann ich nicht erläutern.
00:25:57: Weil ...
00:25:58: Haha!
00:25:59: Obacht, obacht.
00:26:01: Hinter der Bar stand jemand, den ich kannte.
00:26:04: Und der zufällig einen Zimmermann Betrieb hat.
00:26:08: Und den hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
00:26:10: Und mit dem hab ich mich unterhalten.
00:26:12: Die ist das.
00:26:13: Was macht die Arbeit, die Familie, das Leben mit Leinkind und so?
00:26:19: Und dann wurde ich, wie immer, gefragt, was es bei mir Neues gibt.
00:26:22: Und meine normale Antwort ist ja meistens nichts.
00:26:26: Arbeit halt.
00:26:27: Wenn mich jemand fragt, was es Neues gibt, weil so viel
00:26:30: ... Nein, das sagen wir nicht.
00:26:32: Passiert natürlich in meinem Leben.
00:26:34: Danke, weil es uns wieder richtig doll passiert.
00:26:36: Ja, stimmt.
00:26:36: Don't do this.
00:26:39: Jetzt fehlt grad noch durch, voll.
00:26:42: Cool, Jackie.
00:26:44: Und dann war natürlich, das war halt gerade das neueste Thema, also habe ich gesagt, ja, ich habe jetzt gerade reduziert auf achtzig Prozent, weil so dieses viele Büro, Büro, Büro, Büro nervt mich bisschen und ich würde eigentlich gerne noch mal in was anderes reingucken.
00:27:00: und ob dann so handwerklich?
00:27:02: und so habe ich gedacht und Holz, habe ich gedacht, weil Holz schön, riecht gut, mag ich.
00:27:09: Und dann hat er gemeint, ja du, wenn du willst.
00:27:13: Kommst halt mal vorbei, guckst dir an.
00:27:16: Und zappt ihr ab.
00:27:18: Ging das ganz schnell.
00:27:20: Also ich hab dann am nächsten Tag eine WhatsApp gekriegt, ob das ernst gemeint war.
00:27:24: Und dann hab ich gesagt, ja schon, aber ich kann halt nichts.
00:27:28: Also dessen musst du dir bewusst sein, dass du, also ich bin jetzt kein Helfer-Line, der die schonmal eine handwerkliche Ausbildung in welcher Form auch immer gemacht hat, sondern... Ich bin halt eine Büromaus.
00:27:42: Rest in Peace, Klosspülung.
00:27:44: Das war gemein.
00:27:45: Ich übersteht's bemüht.
00:27:46: Vor allem möchte ich an der Stelle sagen, dass ich eine Klosspülung hab.
00:27:49: Wieder.
00:27:51: Danke, Papa von Jackie.
00:27:53: So war das.
00:27:54: Und die Woche drauf haben wir uns dann getroffen auf ein Bierchen.
00:27:56: Und dann haben wir uns unterhalten, wie das wird.
00:28:00: Also, was ich da so mach, drei Tage drauf oder so, haben wir Arbeitskleidung gekauft.
00:28:09: Da hat er mich ja sowieso gehabt.
00:28:12: Er hatte mich davor schon, aber die Korthose
00:28:17: war
00:28:18: die Kirche auf der
00:28:18: Sonne.
00:28:20: Nichts, Leute.
00:28:21: Es gibt nichts auf dieser Welt, was ich dieser Frau hinlegen könnte an Kleidung, Styling oder sonst was.
00:28:27: Dass sie jemals so begeistert hat, wie diese Zimmerfrau Hose.
00:28:31: Das fand ich damals bei Bill von Tokyo Hotel schon so toll.
00:28:36: Tühlröcke, Leute,
00:28:37: Kleideln.
00:28:38: Hose, alles, alles.
00:28:40: Ich krieg höchstens neunzig Minuten beim Shoppen.
00:28:43: Ich will nicht sagen, wie lange die in dem Lade war.
00:28:44: Ich war kurz eifersüchtig.
00:28:47: Ich fand das der absolute Hammer.
00:28:48: Ich hab das noch nie in meinem Leben zuvor gehört gehabt, dass jemand erst mal so engagiert, um jemanden wirbt, dass sie er wirklich in den Betrieb kommt, obwohl sie wirklich gar nix kann.
00:28:59: Also, doch, kann sehr, kann sehr viel, viel, viel, viel.
00:29:02: Ja, wer hat da auch nicht geworben?
00:29:04: Ja, wer hat noch mal nachgefragt und dann aber dann in dem Moment ... Nicht so halbe Sachen.
00:29:10: Ihr seid in den Laden.
00:29:12: Es gab natürlich nur für Männer.
00:29:16: Natürlich.
00:29:17: Die Hosen.
00:29:18: Es gibt natürlich keine Zimmerfrauen, deswegen gibt es auch keine Hosen für die.
00:29:21: Doch,
00:29:21: aber die muss man halt bestellen.
00:29:23: Also check ich leider Deutschland, weil die erst und einzige Zimmerfrau, weil alle anderen die
00:29:28: bestellen.
00:29:29: Und habt trotzdem eine Herrenhose an.
00:29:32: Weiß nicht, wie es da um Hose nicht gepasst hat.
00:29:34: Und da hattest du schon gesagt ... Ich bring den Gürtel von zu Hause mit.
00:29:38: Er braucht da jetzt nicht extra noch Geld ausgeben, so nach dem Motto.
00:29:41: Und er gesagt hat, nee, stopp.
00:29:43: Du bist Teil des Teams.
00:29:45: Repräsentativ.
00:29:46: Ich möchte, dass du vollwertig auch so anerkannt und aussiehst.
00:29:51: So.
00:29:51: Und das fand ich ja.
00:29:53: Ich bin ja gar nicht mehr fertig geworden.
00:29:56: Ich habe ja sowas nicht gesehen.
00:29:57: Und gehört.
00:29:58: Wie der da schon mit dir umgegangen ist.
00:30:00: und dann hast du wieder versucht, da People please singen, ja, nee, das passt schon.
00:30:04: Dann sagt er, hey, das sieht doch scheiße aus.
00:30:07: Eise, das stimmt da vorne und hinten nicht.
00:30:08: Sieht es jetzt
00:30:09: bitte an.
00:30:10: Tus.
00:30:11: Okay.
00:30:12: Und dann hat er tatsächlich auch noch, und die Dinger sind ja nicht günstig, hat er ja tatsächlich dann auch online noch mal Alternativen bestellt, bis dir was gepasst hat.
00:30:22: Und allein schon die Vorbereitung auf das fand ich ja mega.
00:30:26: Ja.
00:30:27: Da stand schon noch auf Kommtach.
00:30:28: Nee.
00:30:29: Was hab ich dann die Woche drauf, also ab August dann.
00:30:33: Und ich sag's
00:30:34: euch, Leute.
00:30:36: Respekt.
00:30:38: an alle da draußen, die bei dreißig Grad oder mehr einen handwerklichen Beruf ausüben.
00:30:48: Leg
00:30:49: mich am Sack.
00:30:50: Hab ich geschwitzt?
00:30:53: Ich hab gar nicht mehr aufgehört zu schwitzen.
00:30:55: Es ist also aus allen Poren.
00:30:58: Es hat
00:30:59: übertrieben viel Spaß gemacht.
00:31:01: Aber es war so anstrengend.
00:31:04: Vier Liter hast du getrunken.
00:31:05: Das war das erste, was ich von dir abends gehört habe.
00:31:07: Ich habe heute vier Liter getrunken.
00:31:09: Was?
00:31:10: Ja.
00:31:12: Einen Liter ist ja eigentlich schon
00:31:14: für dich wirklich.
00:31:15: Also kein Kaffee.
00:31:17: Und dann durftest du auf ein Dach.
00:31:20: Und das war ziemlich aufregend.
00:31:21: Das
00:31:22: war cool.
00:31:23: Das ist immer noch cool.
00:31:26: Leute, die hat ausgeräumt, wenn wir uns am nächsten Tag getroffen haben, an See zu gehen.
00:31:32: gab keine Stelle an diesem Bein, dass nicht blau war.
00:31:37: Ich krieg
00:31:38: keine Ahnung.
00:31:40: Ich hab mir schon Gedanken gemacht, wieso ein Dach dann, ne?
00:31:44: Weil es ja hoch.
00:31:45: Und dann hast du mir das ja dann auch alles versucht, ganz in Ruhe dann zu erklären und mich dann abends am Telefon so wieder einzuordnen.
00:31:54: Und dass ich mir keine Sorge mache, was sau schwierig war, weil ich hab auch nicht verstanden, wie man nach, wie lang machst du, zehn, elf Stunden, immer noch so mein ... Gott, ist das geil!
00:32:02: Es ist so toll!
00:32:03: Ich versteh's mal!
00:32:04: Wo war das Alper Lehmann?
00:32:06: Fuck!
00:32:07: Die Lämme drogen.
00:32:09: Die rieche morgens am Tisch und nach dem Feierabend bei mir gibt's noch ein Nas.
00:32:13: Du wasch!
00:32:16: So vermien ich das in Naselöcher geschossen.
00:32:18: Und dann ziehst du am nächsten Tag die Hose runter und ich denk, äh, Fight Club.
00:32:24: Die ist nicht auf dem Dach.
00:32:25: Also konntest du dich auch kaum noch bewegen vor Muskelkader?
00:32:29: Das war, also ich hatte noch nie in meinem ganzen Leben so Muskelkader.
00:32:33: Das kann ich mit voller Überzeugung sagen.
00:32:36: Dass ich nachts aufgewacht bin, weil ich Schmerzen hatte.
00:32:39: Das ist in der Bewegungsabläufe.
00:32:40: Die haben wir nie.
00:32:42: Also, wann macht man das dann?
00:32:44: Aber egal.
00:32:45: Skallen.
00:32:46: So steht mein Weibblut auf dem Dach mit einem weißen Plüschen, einem
00:32:51: Strohhütchen
00:32:51: auf und
00:32:53: Korthose.
00:32:54: Und Tiggerette in der Lab.
00:32:56: Ich bin so stolz auf dich.
00:32:58: Tiggerette im Mund.
00:32:59: Tiggerette
00:32:59: in der Lab, schon richtig.
00:33:01: Kann schon so schwätze wieder geschwätzt wird, gell?
00:33:04: Das ist was, da muss ich mich noch ein bisschen dran gewöhnen.
00:33:07: Dass nach diesen Baustellen-Situationen da schon ein bisschen nach der Umgangstone halt war, gell?
00:33:13: Wir brauchen mal immer noch fünf Minuten, wenn wir wieder geschwätzt werden, gell?
00:33:15: Dass da alles wieder da beim Rechten sitzt, gell?
00:33:20: Ja.
00:33:20: Ich rutsche da ja auch immer so schnell rein.
00:33:22: Ganz flott.
00:33:22: Das ist schwierig.
00:33:24: Und seitdem
00:33:26: bin ich Freitagstart.
00:33:27: Und auf Wolke sieben.
00:33:28: Also ich krieg alles... wirklich mit einer Engelsgeduld erklärt.
00:33:34: Natürlich wird es ein oder andere Mal geschmunzelt, dabei meistens auch zu dem Zeitpunkt, wo ich über mich selber lache.
00:33:39: Jetzt macht es doch so, dass es doch einfacher ist.
00:33:42: Ich denke, ja, Check-in, das ist logisch.
00:33:46: Hättest du auch denken können.
00:33:48: Hättest du?
00:33:49: Hast du nicht.
00:33:49: Ich werde schon anders behandelt.
00:33:52: Ich glaube, ich werde schon anders behandelt.
00:33:55: Aber jetzt
00:33:56: eher ... Am
00:33:58: Anfang wahrscheinlich auch noch weit gewisse Berührungsängste in einer Form da sind.
00:34:04: Ich kenne das selber von mir, wenn wir neu auszubilden oder so kommen, dann bist du nicht von Anfang an gleich so, wie du mit Kollegen bist, die du halt schon jahrelang kennst.
00:34:14: Nicht jetzt, dass ich anders behandelt werde, weil ich eine Frau bin oder sowas, sondern einfach dieses, ja jetzt gucken wir erst mal.
00:34:21: Wer bist du denn?
00:34:23: Was kannst du denn?
00:34:24: oder auch nicht?
00:34:25: Ob es irgendwann anders wird, gehe ich mal ganz schwer davon aus.
00:34:28: Ich finde es halt voll stark, weil du schon auch Respekt davor hattest, wie es ist.
00:34:33: Ich meine, du bist Ausbilderin.
00:34:35: Du hast Leute, die auch unterstellt sind in der Hierarchie, nicht nur die Außenbildenden.
00:34:42: Aber wie es dann auch ist, wenn du quasi diejenige, bis die gerade am Lernen ist, die ja auch keine Ausbildung nebenher laufen hat, sondern praktisch das Wissen ja von den Leuten direkt bekommst.
00:34:58: Und dass da halt dadurch wahrscheinlich auch der Unterschied ist und diese Berührungsängste bzw.
00:35:03: die ja auch alles erst noch erklärt werden muss.
00:35:05: Aber es gab so eine Situation, die du erzählt hast, ich fand die so schön, weil dein Perfektionismus da wieder reingekretcht ist.
00:35:14: Und ich kann das einmal nicht, ich bin da zu dumm für, ich hab's einfach nett so und du dich dann hunnst.
00:35:18: Ich weiß ganz genau, welcher Ton das war, welches Gesicht war, ich kann's mir genau vorstellen.
00:35:24: Der Mann, der dich da begleitet hat, der Zimmermann an diesem Tag, hat dann zu dir gesagt, Gigi, woher soll's denn können?
00:35:32: Ja.
00:35:33: Du machst das gerade zum ersten Mal.
00:35:35: Natürlich mach ich Ratsch und dann ist das Ding so und so.
00:35:38: Hast du das
00:35:38: schon mal gemacht?
00:35:39: Nee, dann bist du auch nicht dumm.
00:35:40: Punkt.
00:35:42: Thema erledigt.
00:35:43: Mir hat das richtig gut gefallen, dass du da laut deinen Erzählungen einfach schon so an die Hand genommen wirst, aber teilweise dann schon.
00:35:52: Die Dinge halt einfach zugetraut werden, so, da ist ein Hammer, da ist ein Nagel.
00:35:56: So hält man nicht so wie du, sagt, Thema erledigt, Herr Pfann.
00:36:00: Und das finde ich halt einfach stark.
00:36:01: Und dieses Bild, was man hat oder von auch Diskriminierung durch geschlechter Unterschiede, bla, bla, bla, hat einfach nicht stattgefunden.
00:36:11: Und das war für mich zu Hause so geil, weil so hatte ich nur die Angst, dass du vom Dach fällst und tot bist.
00:36:18: Das andere war erledigt und das hat mich sehr gefreut.
00:36:22: Und auch, dass du jetzt die Möglichkeit hast, da so Erfahrungen zu machen.
00:36:27: Voll.
00:36:28: Also da bin ich auch sehr dankbar drum.
00:36:30: Und ich meine, natürlich ist es was anderes und es herrscht ein anderer Ton.
00:36:35: Das ist definitiv so.
00:36:37: Aber
00:36:37: ich kann ja ganz gut mit den Tönen umgehen.
00:36:40: Super gut sogar.
00:36:42: Ich kann auch rumschreien, wenn ich mir mag.
00:36:45: Kann ich?
00:36:47: Also ist aus der Achtzig-Prozent-Checkie wieder eine Hundert-Prozent-Checkie geworden, wobei mir persönlich wird verboten, den Freitag als Arbeit zu betiteln.
00:36:57: Was welcher Humbug ist, weil die Frauen immer noch blaue Flecken und ist Samstag immer noch am Sack.
00:37:01: Also würde ich das schon sagen.
00:37:03: Oh, das ist ein sehr, sehr intensives Hobby.
00:37:05: Ich stelle fest auf jeden Fall, dass du sehr, sehr glücklich bist.
00:37:10: Und das freut mich natürlich plus.
00:37:11: Das ist natürlich
00:37:13: so cool
00:37:15: zu sagen, ja.
00:37:17: Meine feste Freundin, ja.
00:37:19: Freitagsestimme auf dem Dach.
00:37:22: Geil, geil, geil, geil.
00:37:25: Das ist mal ein Opener.
00:37:27: Und du weißt immer, wenn du glücklich bist, bin ich mal zehn glücklich, wenn ich dich so strahlen sehe.
00:37:31: Und bisweil hast du, wenn dann nur einer dich gemeint vor Schmerz, aber nach außen strahlst du.
00:37:37: Das passiert.
00:37:39: Aber
00:37:40: es ist okay.
00:37:41: Das überlachen wir einfach.
00:37:44: Also es war nicht nur bei mir viel los, was die Arbeit betrifft, ne?
00:37:49: Mitn drin statt nur dabei.
00:37:51: Die Achtzig Prozent Luisa wurde...
00:37:54: Zu einer Hundertfünfzig Prozent Luisa.
00:37:57: Ja, es hat dann schon nachgewirkt nach Feierabend.
00:38:00: Ich habe die Achtzig-Prozent-Stelle seit Mai in der Bezugsbetreuung mit psychisch erkrankten Menschen.
00:38:06: Und es ist absolut mein Traumjob nach wie vor.
00:38:11: Ich hatte ja in der Vergangenheit seit Berufsstadt immer damit zu kämpfen, dass es utopisch viele Menschen waren, die ich zu betreuen hatte, egal ob als Lehrerin oder als Seelsawin oder Sozialarbeiterin.
00:38:22: Der Schlüssel hat ja vorne und hinten nicht gepasst.
00:38:25: Daher habe ich sehr genossen, dass ich jetzt eine kleine Anzahl an Klientinnen habe, die mir fest zugeordnet sind und mit denen ich arbeiten kann.
00:38:37: Jetzt war es jedoch so, dass natürlich durch Einarbeitung und Co.
00:38:40: fällt natürlich auch mehr an.
00:38:42: Und es gibt wenig, in dem ich Perfektionistin bin ich da auch nicht.
00:38:46: Aber ich habe da schon einen hohen Anspruch an meine Arbeit.
00:38:50: Und jetzt war es so, natürlich im sozialen Sektor ist es so, wenn jemand in den Urlaub geht, dann machst du natürlich auch Vertretung.
00:38:56: Und da kam jetzt eins zum anderen.
00:38:57: Und das war jetzt dann doch von der Menge her schon deutlich mehr.
00:39:03: Das war so die eine Sache.
00:39:04: Zeitgleich war es auch noch so, dass, ja, privat irgendwie eine nahestehende Person dann auch verbal eine ziemliche Klatsche gegeben hat.
00:39:14: Und die Kombination.
00:39:16: Das Karussell auch scheiße.
00:39:18: Hat dann dazu geführt, dass ich wohl nicht mehr so gut drauf war, vielleicht.
00:39:25: Nee.
00:39:26: Das Karussell war zu schnell.
00:39:27: Es ging an so einer Stange.
00:39:30: Es war dann doch mehr ein Funktionieren in den letzten Wochen vor dem Urlaub als ein richtiges Leben.
00:39:36: und da bin ich wohl wieder in die kleine volle getappt, die ich eigentlich das gemacht habe.
00:39:40: und dann dachte ich eigentlich, da bin ich jetzt wohl gefestigt, war ich nicht.
00:39:45: Aufmerksam darauf gemacht hast du mich, wer hätte es gedacht, mit einem Ausdruck von Sorge deinerseits und das habe ich dann schon sehr ernst genommen.
00:39:57: Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen Ein Grund, weshalb es jetzt auch mit dem Podcast auch so lange pausiert hat, weil ich einfach kein Kopf dafür hatte.
00:40:06: Die Wochenenden waren auch meistens gespickt, damit mich mit irgendwas auseinanderzusetzen.
00:40:12: Und ich war einfach müde und ich glaube, es wären jetzt auch nicht die positivsten Folgen gewesen.
00:40:18: Zeig gleich, springt die Andere auf den Dach rum und hat samstags dann noch ein Gig und sonntags dann irgendwie den Versuch, diese ganze Energie wieder zu sammeln.
00:40:27: Ihr merkt, es war dann schon ein bisschen.
00:40:29: was los so?
00:40:31: und deswegen habe ich mich einfach wahnsinnig gefreut.
00:40:36: wir sind halt in meinem job bin ich angehalten drei wochen am stückurlaub zu nehmen.
00:40:41: das ist so gesetzlich geregelt weil es halt schon was anderes ist wie die feldern die ich bis weil gearbeitet habe.
00:40:47: also es ist schon auf jeden fall intensiver.
00:40:50: das ist der absolute wahnsinn.
00:40:56: Vielleicht ist das die falsche Wortwahl, aber
00:40:59: auch positiv.
00:41:02: Ja, es ist was anderes.
00:41:04: Es ist auf jeden Fall mit der Verantwortung gespickt, können wir sagen.
00:41:08: Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich sage es nochmal, dass du überhaupt noch reden kannst nach einem Arbeitstag.
00:41:18: Das ist für mich, das ist mir nicht verrückt.
00:41:20: Krass,
00:41:22: krass, finde ich das.
00:41:24: Verrückt sagen wir nicht.
00:41:26: Das ist krass.
00:41:27: Ich weiß nicht, ob sich jeder was darunter vorstellen kann unter dem, was du tust.
00:41:31: Also ja, du arbeitest mit psychisch kranken Menschen zusammen, aber was du den ganzen Tag tust, kann man sich glaube ich nicht vorstellen, wenn man niemanden kennt, der in dem Bereich arbeitet.
00:41:45: Es gibt ja verschiedene Krankheitsbilder an psychischen Erkrankungen und diesen ganzen Blumenstrauß.
00:41:53: Der findet sich natürlich auch in der Gesellschaft wieder.
00:41:56: In dem Bereich, wo ich arbeite, ist es so, dass wir Klientinnen aufsuchen in deren privaten Wohnung oder sie wohnen in einer Wohngemeinschaft mit anderen Menschen, die mit psychischen Erkrankungen kämpfen, die praktisch von dem Träger gestellt werden, aber sehr viel haben auch eigene Wohnungen.
00:42:17: Manche können einer Arbeit nachgehen, aber das dann auch in Einrichtungen speziell dafür.
00:42:24: Manche können aber keine Arbeit mehr nachgehen, Dinge wie einkaufen.
00:42:28: Es sind Dinge wie zu schauen, hat der Mensch sich geduscht, Unterstützung aber auch bei Sachen wie Ämtern.
00:42:37: Haben die Menschen einen gesetzlichen Betreuer oder haben sie keinen, dann helfen wir noch mehr bei Behördengängen, Formaljahr, Grundsicherung.
00:42:49: dann wieder neue Bestimmungen, dann sind da wieder Kürzungen, da muss man da schauen.
00:42:53: Die psychische Erkrankung wird als Behinderung in dem Moment deklariert, in der Einstimmung, Bildung und Teilhabe gesetzt, da musst du dich da immer updaten.
00:43:02: Dann gibt es aber auch so Geschichten, wie ein Mensch hat eine Lebenskrise und die psychische Erkrankung zeigt sich wie zum Beispiel eine Psychose oder ... eine Schizophrenie, die in einer schlechteren Phase gerade ist.
00:43:17: Das heißt, da gibt es auch eine Wesensänderung.
00:43:20: Wir begleiten die Menschen in die Klinik mit rein oder schauen, dass sie überhaupt in die Klinik gehen und dafür bereit sind.
00:43:25: Je nachdem, was der Klient auch gerade brauchen möchte, manchmal sind es einfach in Anführungsstrichen nur Gespräche.
00:43:32: Manchmal sind es aber auch Dinge wie, ich würde mir gerne eine neue Hose kaufen.
00:43:38: Ich traue mich aber nicht alleine raus, können Sie mit mir zusammen eine Hose kaufen gehen.
00:43:42: Wenn jetzt aber ein Mensch zum Beispiel einfach Gesprächsbedarf hat, über das eigene Leben zu sprechen, über das, was ihn gerade bewegt, da sind wir einfach praktisch das Backup für die Menschen.
00:43:53: Das heißt, man trifft sich ein bis zweimal die Woche, Gänge zum Psychiater, es sind Gänge zum Arzt.
00:44:00: All das, was wir teilweise als selbstverständlich einfach durchziehen am Tag, ist halt für so viele Menschen Einfach eine Riesen-Herausforderung, Bahnfahren, das Riesending.
00:44:12: Manche seit Jahren nicht mehr das Haus verlassen können, weil sie so eine Angststörung haben.
00:44:17: Je nachdem, wie krass ihr Alltag gerade ist, sich diese Krankheit auch viel schlimmer zeigen kann und manchmal aber auch gar nicht.
00:44:27: Und zwischen Hoffnung und Leid und Freude und Errungenschaften, aber dann auch wieder ... Rückschritte beziehungsweise, die die Menschen als Rückschritte dann eben wahrnehmen, aber einfach dazugehören, dann auch wieder aufbauen und Hoffnungslosigkeit und Angst.
00:44:44: zwischen diesen Gefühlen bewegt man sich.
00:44:47: Es ist sehr intensiv, ich lerne es sehr viel, ich nehme davon nichts mit nach Hause und dann denke ich darüber nach, wie schlimm die Welt ist.
00:44:55: Ja, das finde ich ja, also das ja.
00:44:57: Ja, das hat sich dann der JV abgearbeitet, da war es ja auch so, dass in die Türen zuge... zugegangen und dann war bei mir dann auch, ja gut, das habe ich freie Zeit, was machen wir jetzt.
00:45:07: Ich empfinde dadurch keine Belastung, wenn mir Menschen ihre Geschichte anvertrauen, sondern eher als Privileg.
00:45:14: Bei mir gehen dann halt eher so Taps auf an Möglichkeiten und Wege, die man gehen könnte.
00:45:20: Und dann die Herausforderung ist halt auch zu sehen, hey, wenn jemand den Weg nicht gehen mag oder kann, es ist ein eigenständiger Mensch, es ist eine Entscheidung, dann muss ich nicht weiter ran.
00:45:34: War ja auch
00:45:35: schon bald Urlaub.
00:45:36: Gott sei Dank.
00:45:38: Molle ist nur einmal im... Ja.
00:45:45: Und tschalala.
00:45:48: Ich bin mir gerade nicht sicher, ob wir doch an den Ballermann gehen sollen.
00:45:52: Bitte
00:45:52: nicht.
00:45:52: Nachdem nämlich, wir ganz kurz aus Versehen, Fasten Hotel, Last Minute, in Lorette Wa gebucht hätten, sind wir Gott sei nochmal abgebogen.
00:46:03: Gott sei Dank haben wir noch mal gegoogelt, wo genau das jetzt eigentlich ist und was genau da stattfindet.
00:46:08: Haben wir uns dann doch für den weitesten möglichst entfernten Punkt vom Ballermann entschieden.
00:46:16: Haben uns dann das Fliegerchen gesetzt und sind dann völlig am Sack, denn du warst auch müde.
00:46:22: Du hattest viel Arbeit, dann hattest du deine Nichtarbeit, intensives Hobby plus noch ein Geek.
00:46:31: Über mehrere Wochen hinweg immer.
00:46:34: Und so, ausgelutscht, saßen wir im Flugzeug.
00:46:38: Der Hinflug war ein bisschen kritisch, weil da war wirklich der Ort, wo am meisten Kinder waren.
00:46:44: Da saßen wir.
00:46:46: Ein großes Flugzeug, sehr punktuell Kinder.
00:46:49: Wir mitten drin.
00:46:50: Ich kann ja schlafen, aber Luisa nicht.
00:46:54: Und dann erst mal kurz ans Meer.
00:46:55: Da ist es mehr.
00:46:58: Aber das sieht man gar nicht richtig.
00:47:00: Schickal, Jackie, morgens sehen
00:47:02: wir es.
00:47:03: Riesch!
00:47:03: Riesch!
00:47:04: Aber um die Uhrzeit gehst du dann nicht mehr rein.
00:47:08: Weil dann sehe ich dich nämlich nicht.
00:47:10: Lisa, was soll denn passieren?
00:47:13: Das ist mir egal.
00:47:13: Kleiner.
00:47:16: Du, wenn du jetzt endlich nicht vom Dach geflogen bist.
00:47:18: Dann wär das ja so tragisch erst der Tag, Malle.
00:47:21: Und du säufst mir da im Meer ab.
00:47:23: Weil ich bis zu den Knöcheln im Meer stehe.
00:47:26: Und es mich dann auf
00:47:27: ist?
00:47:27: Ich wollte es nicht am Stand zum Schluss holen, ich habe es ja bis da noch nicht gesehen gehabt.
00:47:32: Ich habe ja nicht gesehen gehabt, dass das ein Eingang für Babys und Luisa's ist.
00:47:37: Wo man erst mal zwei Kilometer läuft, bei klarem Wasser, bis man mit der Hüfte im Wasser ist.
00:47:42: Das habe ich ja im Dunkel nicht gesehen.
00:47:44: Ich wusste nicht, ist das jetzt ein Abhang?
00:47:46: Ein felsicher Abhang?
00:47:49: Habe ich vielleicht übertrieben.
00:47:52: Aber ich wollte an dem Abend, dass einfach nichts passiert.
00:47:56: Ist ja auch wirklich nicht mehr viel passiert.
00:47:58: Gar nichts.
00:47:59: Weil wir waren ja zu müde.
00:48:00: Also ich hab
00:48:01: ja gedacht, so ein Gammelurlaub, also
00:48:08: nur Liegen, Essen trinken, Gammelurlaub, Strandurlaub, Entspannungsurlaub,
00:48:15: Essen trinken, Liegen, hab ich ja gedacht, ist ja gar nichts für mich, hab ich gedacht.
00:48:21: Ich
00:48:21: wurde eines Besseren belehrt.
00:48:24: Das war wirklich auffällig.
00:48:26: Aber es war ja auch so warm.
00:48:28: Also wir hatten ja wirklich Schwein.
00:48:32: Wir hatten ja jeden Tag über dreißig Grad und Sonne.
00:48:38: Es macht ja niemand.
00:48:40: Wir kamen an und am nächsten Tag hattest du ja auch Geburtstag.
00:48:44: Ja.
00:48:45: Es ist auch wirklich schön, wenn du aufwachst und niemand im Raum ist.
00:48:53: Und du denkst, Es gibt jetzt zwei Optionen.
00:48:57: Entweder sie hat sich einen Kaffee geholt und es eine Rauchen gegangen, wie sie das jeden Morgen macht und kommt dann wieder hoch.
00:49:05: Oder
00:49:06: ich bin am Arsch.
00:49:08: Dann habe ich da, da bin ich so langsam aufgewacht.
00:49:10: Da habe ich mein Handy in die Hand genommen.
00:49:13: Dann war da eine WhatsApp-Nachricht drauf.
00:49:16: Erste Aufgabe finde mich.
00:49:19: Und ich habe gedacht, na toll.
00:49:23: Toll,
00:49:23: habe ich gedacht.
00:49:24: Freude, habe ich empfunden?
00:49:26: Viel.
00:49:27: Acht oder fünfzehn finde ich ein Scheißbrechmachlich.
00:49:33: Der erste Gedanke war, das ist nicht dein Scheiß.
00:49:36: Ernst?
00:49:37: Der zweite war, wenn du nicht im Frühstücksraum sitzt, schwöre ich dir.
00:49:43: Wird das sein Untergang?
00:49:46: Dann ziehe ich mich an.
00:49:48: Lauf
00:49:48: darunter.
00:49:49: Bestens gelaun.
00:49:50: Bestens gelaun, natürlich.
00:49:52: Weil ich ja auch wusste, ich kann da jetzt nicht auftauchen und kann schlechte Laune haben.
00:49:57: Weil du hast dir ja Mühe gegeben.
00:49:59: Weil ich ja dein
00:50:00: Geburtsdach.
00:50:00: Weil das geht ja nicht.
00:50:01: Mmh, mmh.
00:50:03: People, please.
00:50:04: Machen wir.
00:50:06: Hi, hi, hi.
00:50:07: Komm auf die Terrasse raus, seh den Tisch.
00:50:11: Mit einer Luftpapierschlange.
00:50:16: Und ein Muffin, wo eine Kerze drinsteckt.
00:50:20: Und eine Tüte auf dem Tisch und eine strahlende
00:50:23: Luisa.
00:50:24: Geburtsdachs servierten.
00:50:26: Und hab mich natürlich, hab ich mich gefreut.
00:50:28: Es war mir aber auch unangenehm.
00:50:31: Sichtlich.
00:50:32: Besonders, als sich fremde Menschen beglückwünscht haben.
00:50:37: Alles Gute zum Geburt, danke.
00:50:40: Das war dann auch relativ schnell abgewickelt, das Frühstück.
00:50:43: Ich glaub, so schnell haben wir den noch nie essen.
00:50:47: Das
00:50:47: hat sich auch... Du stehst am Buffet und haust den in den Teller voll und nebendran steht so eine Silke und sagt, alles Gute zum Geburtstag.
00:50:55: Danke.
00:50:56: Aber wer bist du denn?
00:50:58: Ich war kurz davor, den Rainer zu fragen, ob er mit mir singt.
00:51:01: Sei froh.
00:51:03: Aber ich hab gedacht, die wollen ja nicht übertreiben.
00:51:05: Letztes Jahr hieß es, es wär zu doll.
00:51:07: Und dann packe ich noch dieses Geschenk aus.
00:51:09: Du dumme Sau, du Elendige.
00:51:13: Weil wir
00:51:14: nämlich den gleichen
00:51:15: Gedanken hatten.
00:51:17: Weil Luisa hat ja drei Tage nach dem Geburtstag und dann hab ich gedacht, bestell ich Moritz Neumeierkarten.
00:51:24: Traditionen müssen eingehalten werden.
00:51:29: macht diesen Papier auf und dann steht er, wir gehen zum moritz neuer, und ich denke,
00:51:34: naaaah.
00:51:38: Na ja.
00:51:40: Ups, aber du hast ja auch sofort gesehen.
00:51:43: In dem Moment, als ich die vor mir hatte, hatte die Daten, da hatte ich mir gesagt, ja, Könzei.
00:51:52: Könzei, dass er den gleichen Gedanken hat.
00:51:53: Aber ich hatte ja noch einen Plan B. Und das, Leute, das ist das eigentliche Geschenk.
00:52:01: Kommt,
00:52:01: Saks.
00:52:03: Frau, sieh mal Frau.
00:52:05: Frau, ich bin unaufhängig und evanzipiert und ich begebe mich jetzt nur noch in Ufer mit starken Männern.
00:52:14: Hätte gerne einen Tragekorb.
00:52:25: Diese Tragekörbe, die sehr gerne, sorry, Mutis, aber diesen Mutitragenkorb, ihr wisst sofort, was ich meine.
00:52:33: Der mit dem Henkel, wo noch mal so ein kleiner Stoff um den Henkel drumrum ist, das ist auch nicht so einschneidet.
00:52:39: Den, den man entweder ist in der Ha... Aber meistens haben das die Mutis, wenn sie aus ihrem Mini aussteigen, haken sie noch in... Ja?
00:52:47: Mit der... War das so die Kollegin, die dann...
00:52:49: Ja, richtig.
00:52:50: Ihr
00:52:52: Porridge.
00:52:53: So, neblig.
00:52:54: Und ihr Standbag habt und alles da drin, alles.
00:52:58: Und das hat sie mir irgendwann in letzter Zeit gestanden.
00:53:02: Und da hab ich mich natürlich auch völlig, also da, also wie bei dreieinhalb Stunden nach Körpe im Internet zurück kann er mir jetzt auch nicht gewusst, aber den Porsche unter den Körpen hast du nun.
00:53:12: Ja, so eine bin ich jetzt mit einunddreißig.
00:53:15: Kann man machen.
00:53:16: Diese Seite, Leute, ich muss euch das mal zeigen.
00:53:18: Models auf Kuhl gemacht mit so einer Hipster-Brille und solchen Regenmendeln, aber in Kuhl halt, die dann da irgendwie so ganz edgy die Straße lang laufen und ihren Korb schwingen.
00:53:28: So eine wirst du jetzt, so eine.
00:53:29: Und wenn ich drunter machen wirst du nicht, ist das klar?
00:53:31: So.
00:53:32: Wenn da nicht eine, mindestens eine Tuberschüssel drin ist, erkenne ich dir den ab, den Porsche.
00:53:38: Und so sind wir dann, also mit erhobenen Hauptes, sind wir dann an den Strand gewackelt.
00:53:45: Und sind gelegen.
00:53:47: Auch gar nicht, also es war wirklich ein langer Strand.
00:53:49: Aber wir haben wirklich die erste Liege, die wir gesehen haben, war die Unserde.
00:53:53: Ja.
00:53:56: Und dann haben wir uns auch eigentlich so den ganzen Tag nicht wirklich von weg bewegt.
00:53:59: Also du schon?
00:54:00: Ja, ich muss der Getränke holen.
00:54:03: Wenn wir ja verdurstet.
00:54:04: Hat er ja vierzig Grad quasi.
00:54:06: Ich hab den Zangrier gekauft.
00:54:07: Ja, gut.
00:54:09: Bevor wir zu den Blicken abgebogen sind, ist mir gerade noch eingefallen, gab's noch diese wunderschöne Taurabrile für dich.
00:54:16: Für mich?
00:54:17: Ja, okay.
00:54:18: Sie wurde dann relativ schnell zu meiner.
00:54:22: Ganz schnell.
00:54:22: Ich habe mir ein Geschenk gemacht an deinem Geburtstag.
00:54:25: Check it out, sind Fische.
00:54:29: Ja, Luisa, Fische.
00:54:32: Aber die sind so groß.
00:54:36: Darf ich auch mal
00:54:37: sehen?
00:54:39: Gleich.
00:54:42: Okay.
00:54:42: Ich warte dann draußen.
00:54:45: Okay.
00:54:45: Und guck dir zu, dass du nicht ertrinkst, weil du vergisst, Luft zu holen.
00:54:52: Mein Fischer.
00:54:53: Das sind ja Fische.
00:54:56: Es ging dann auch nach einem Sangria, hatte ich ja auch gar keine.
00:55:00: Gar nichts mehr.
00:55:01: Mein Dauerbrillen
00:55:02: und ich mit der Sangria in der Birne haben wir uns nicht eingefreut über jeden Fisch.
00:55:06: Ja, das Gute war ja, Der zweite Sankt-Ria, da warst du ja gefühlt, keine Ahnung, zwanzig Minuten weg.
00:55:13: Da hab ich mich verlor.
00:55:14: Ja, da bist du wieder gekommen.
00:55:15: Ist
00:55:17: du mir leid?
00:55:19: Ich bin besoffen.
00:55:22: Okay.
00:55:23: Hab ich was,
00:55:24: Papa?
00:55:25: Ich hab da jetzt leider, hab ich's
00:55:27: leider.
00:55:28: Habe ich da jetzt wohl, ich habe
00:55:30: da zwei Schleppse probieren müssen.
00:55:32: Ja, Gott, ja, Scheiße.
00:55:33: Eine hat nach Lagritz geschmeckt und einer irgendwas anderes abbebeidet.
00:55:38: Das war nicht gut.
00:55:41: Und
00:55:41: ich, okay.
00:55:42: Alles klar.
00:55:43: Das war, ja, die haben, dadurch, dass da ja nur alte Menschen oder Familien waren und wir ja wirklich, also wir waren genau die Mitte und es gab wenig Mythik.
00:55:53: Ja.
00:55:53: So.
00:55:54: Und deswegen haben sich, glaube ich, alle eingefreut darüber, dass mal ein anderes Alter, bzw.
00:56:00: das stimmt gar nicht, die Familienmütter, Scheiße.
00:56:03: Die haben gedacht.
00:56:04: Die haben gedacht.
00:56:05: Die
00:56:06: haben gedacht.
00:56:07: Die haben gedacht.
00:56:09: Und haben sich dann so mit mir gefreut und in Zweien Sangria, dass die mich dann halt eingladen haben und dann haben die wohl eine Runde geschmissen, alle Buggyber von dieser, ne?
00:56:19: Ja.
00:56:19: Und dann musste ich, da habe ich eine Verpflichtung.
00:56:22: Verpflichtung.
00:56:23: Ich hab ja quasi Deutschland repräsentiert.
00:56:26: Ja, also ich fand es sehr schön.
00:56:28: Weil du bist nüchtern gegangen oder relativ nüchtern gegangen und
00:56:31: ... Das ist richtig
00:56:34: saufend.
00:56:35: Ich bin saufend.
00:56:37: Wirklich ein toter Moment.
00:56:38: Mit mir kann man nicht an den Ballermann.
00:56:40: Ich wär nach zwei Stunden, könnt's mir abtransportieren.
00:56:44: Und es hat mir auch wirklich Leid getan.
00:56:45: Und dann war auch der Zweite, der ich verdunstete.
00:56:49: Ja,
00:56:51: man muss das ja schnell trinken, sonst schmilzt es in die Eiswürfel.
00:56:54: Und die Erdbeerchen, und das war das Problem.
00:56:56: Deswegen habe ich mir nämlich auch keinen Hunger gehabt.
00:56:58: Plötzlich war ich der Fisch.
00:57:00: Ich war der Oberfisch.
00:57:01: Die, wegen der wir ein Hotel gebrucht haben mit Pool.
00:57:05: Ja.
00:57:06: Weil sie geht nicht ins Meer.
00:57:09: Weil es fühlt sich eckig an den Füßen an.
00:57:11: Und dann sind da komische Tachen.
00:57:13: Und dann sehe ich net was unter mir ist.
00:57:15: Und dann, das möchte ich alles nicht.
00:57:16: Das ist ekelig.
00:57:17: Und dann dieses Halswasser auf meiner
00:57:18: Haut.
00:57:19: Und dann werde ich gegessen und dann werde ich jetzt mehr gezogen und dann ist das einfach ein tragischer Tod, weil ich dachte, man wüsste, was mich umgebracht hat.
00:57:25: So ist es in meinem Kopf drin.
00:57:26: Du
00:57:27: kannst dann ins Meer gehen, Checki.
00:57:28: Ich bleibe auf meiner Liege liegen und ich gucke dir dann zu.
00:57:31: Mhm.
00:57:32: Komm, anders.
00:57:34: Ob das jetzt ein Baggersee ist oder ein Meer, offener Gewässer, wo ich nicht sehe, was geht.
00:57:41: Und das hat mich ja geärgert.
00:57:43: Dadurch, dass aber der ... Dieser ganze Strand, wie gesagt, du hast ja meterweit laufen können.
00:57:49: Also es war ja Wahnsinn.
00:57:50: Und alles so durchsichtig und du hast alles gesehen und da war ja wirklich ...
00:57:55: Nichts.
00:57:55: Gar nichts mit Pflanzen oder so.
00:57:58: Also so wenig, dass sich die Taucherbrille eigentlich auch nicht gelöhnt hat.
00:58:02: Gar
00:58:02: nicht, Leute, gar nicht.
00:58:03: Also schon, weil dadurch konnte ich sehen, dass da lang gar nichts, da ist nichts los.
00:58:09: Und dann hab ich mich plötzlich richtig wohlgefühlt, als ich mich dann dabei erwischt hab.
00:58:15: Wie ich gemacht habe.
00:58:16: Kameramera!
00:58:19: Kennt ihr es so, es gibt doch die Katzenvideos, wenn die sich erschrecken vor so Gurken.
00:58:24: Ungefähr so hat es ausgesehen.
00:58:31: Dadurch, dass da ja auch immer überall eine Dusche war, konnte ich ja auch dieses pappische Gedöns wieder runermachen.
00:58:38: Salzwasser klebt, nicht, Louise?
00:58:40: Doch.
00:58:42: Ist nicht gut.
00:58:46: Wasser in meinen Nahrs und Mund.
00:58:49: Das ist einfach was ... Ja, das ist ... Ich fühl's sich
00:58:52: Sachen halt attach' an.
00:58:54: Ja.
00:58:54: Ich war glücklich, du warst glücklich.
00:58:56: Und dann ... sind wir noch richtig, richtig gut essen gegangen.
00:59:01: Ja, jeden Tag eigentlich.
00:59:03: Wir haben nichts anderes gemacht, Leute.
00:59:05: Wir haben
00:59:05: wirklich ohne Spaß, wir haben nichts anderes gemacht.
00:59:08: Außer ... liegen, essen, trinken.
00:59:12: Dann dein Geburtstag.
00:59:14: Der war ein bisschen anders.
00:59:15: Zwar der Aktivtag.
00:59:19: So kann man's auch nennen, ja.
00:59:21: Der Aktivtag.
00:59:23: Wie war denn dein Geburtstag, Luisa?
00:59:25: Montag war deiner, Donnerstag war meiner.
00:59:28: Deswegen hab ich dann gedacht, am Donnerstag, jetzt geht's rund.
00:59:33: Du weißt, wie Makawa das gerade ist.
00:59:35: Oh Gott, ja.
00:59:36: Nee, das weiß ich nicht.
00:59:38: Jetzt geht's rund.
00:59:39: Lass uns in einer Ausgrabungsstätte laufen.
00:59:42: Das sind tote
00:59:43: Menschen.
00:59:44: Ich hab im Vorfeld geguckt, was man um den Ort herum ...
00:59:47: Weil
00:59:47: ich eben nicht wusste, ob du liegen kannst, solange.
00:59:52: Haben wir beide festgestellt, könntest du noch länger.
00:59:55: Ich hab gedacht, hey, jetzt sind wir schon mal hier.
00:59:58: Jetzt machen wir noch ein bisschen Kultur.
01:00:00: Wir sind weder in irgendeine Stadt gefahren, noch sonst irgendwas.
01:00:03: Wir haben uns auf unseren zwei Quadratkilometern bewegt.
01:00:08: Höchstens.
01:00:09: Höchstens.
01:00:10: Also, ich hab mir gedacht, ja, la.
01:00:12: Dann hab ich mir im Vorfeld das angeguckt, was gibt's da noch?
01:00:16: Ausgrabungen.
01:00:18: Hab ich mich wohl wieder drin verloren.
01:00:20: Spiel
01:00:20: und Spaß mit Luisa.
01:00:21: Ja, ich hab gedacht Kultur und Dünen.
01:00:23: Hab ich mir noch gedacht, Dünen, schöner laufen wir dann den Dünen da entlang und dann riechst du da noch die schönen.
01:00:30: Hab ich mir gesagt, riech.
01:00:32: Die Kiefer.
01:00:33: Riech.
01:00:34: So.
01:00:35: Und ich wollte, dass du diese Experience da mitkriegst.
01:00:38: Und dann ... Ja, war das vielleicht auch.
01:00:42: Nun ja, Ausgrabungen, ich lese mich in diese Geschichte ein.
01:00:46: Und ich habe mich wohl mehr eingelesen als Bilder zu gucken, weil ich wollte es mir dann auch nicht so kaputt machen.
01:00:51: Logisch, durch
01:00:54: Bilder versus Realität.
01:00:56: Also hatte ich viel Informationen schon mir notiert, weil ich dann gedacht habe, Rabbit Hole, das muss jetzt irgendwie genutzt werden.
01:01:04: Wie
01:01:04: hast du dir denn dann nach dem, was du gelesen hast, diese Ausgrabungsstätte vorgestellt?
01:01:09: Ah, schon spektakulär.
01:01:10: Wie sieht eine spektakuläre Ausgrabungsstätte
01:01:13: aus?
01:01:13: Also mindestens ein Mensch, der immer noch pinselt an irgendwas.
01:01:16: Viele Info-Tafeln?
01:01:19: Irgendwas,
01:01:20: also Knochen müsste es nicht sein, aber schon
01:01:22: Schalen,
01:01:24: die ausgestellt werden.
01:01:26: Oder Töpfe.
01:01:27: Oder die Ausgrabbeigaben.
01:01:29: Nicht die da ausgebundet worden sind, Punkt.
01:01:32: So, dann habe ich mich geschichtlich eingelesen.
01:01:34: Der Islam hat von da und da, dann kamen die Christen, die haben dann nicht wieder ihren ... So, Übernahme.
01:01:42: Und all das Wissen war in meinem Kopf mit Jahreszahlen.
01:01:45: Und ich dachte, cool,
01:01:47: wir sparen uns die Infotafeln.
01:01:49: Habe ich gedacht, nämlich überhole ich die Infotafel, bitch.
01:01:52: Dachte ich noch.
01:01:54: Und ich hab mir halt gedacht, es ist so wirklich einfach schön da am Meer
01:01:58: entlang,
01:01:59: laufen noch ein bisschen die Playa, irgendwann kommen Dünnen und irgendwann kommt dann das Naturschutzgebiet, stand da auch Park, cool, cool, cool.
01:02:07: Und ... Dann stand
01:02:09: da Ausgrabung, Google Bewertung, vielleicht hätte ich da schon stutzig werden sollen, weil es nur dreizehn Bewertungen gab.
01:02:16: Alle fünf Sterne.
01:02:19: Klar.
01:02:20: Habe ich mir gedacht, das muss was sein.
01:02:21: Weil da fing es nämlich schon an, dass dein Näschen etwas weinte.
01:02:28: Du hast angefangen, die Klimaanlage wohl zu lang umarmt zu haben.
01:02:34: Das heißt, da war schon ein bisschen schwach auf der Brust, hat man dir... natürlich nicht angemeldet, weil du willst ja dir das niemals.
01:02:42: zur Laschfalle bla bla bla bla.
01:02:44: Nee, ich wusste ja
01:02:44: auch, dass du diese Ausgrabungsstätte
01:02:48: angucken
01:02:49: möchtest.
01:02:50: Und
01:02:51: dann habe ich dich gefragt, wie lange man da hin
01:02:54: braucht.
01:02:54: und dann hast du gesagt, ja, wenn wir laufen,
01:02:57: so
01:02:58: eine Stunde.
01:03:00: So eine Stunde,
01:03:01: eineinhalb.
01:03:03: Dann habe ich gesagt, ja gut, okay, dann machen wir das.
01:03:07: Und dann habe ich gesagt, das heißt, wir laufen jetzt eineinhalb Stunden, um ins Löcher anzugucken.
01:03:12: Ich glaube, das war meine Frage.
01:03:13: Das hat
01:03:13: so weh getan, schon da.
01:03:17: Das war wie ein Stich in meinen Herz hinein.
01:03:19: Aber ich habe auch gesagt,
01:03:20: wenn du diese Löcher gerne sehen würdest, dann gehe ich bitte dahin.
01:03:23: Und dann habe ich gesagt, okay, ich stelle mir jetzt so eine Ausgrabungsstelle weniger spätakulär vor, aber ziehen wir durch.
01:03:31: Und dann hast du wohl noch mal Bilder angeguckt.
01:03:35: Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte.
01:03:36: Ich dachte, da wartet quasi Pompeii auf mich.
01:03:39: Ich dachte, ich habe da eine zweite Pompeii-Erfahrung.
01:03:45: Wir sind losgelaufen und haben noch extra auch die Badesachen mit, weil wir gesagt haben, okay, dann können wir auf den Weg kurz vielleicht ins Meer springen, weil warm.
01:03:54: Zwischendrin hieß es aus Kulturen zu beobachten, haben wir gesehen die Skulpturen, haben wir gedacht, das ist euer Ernst.
01:04:01: Das ist euer Kunst.
01:04:03: Und dann haben wir einmal kurz Pause gemacht, weil es war wirklich kein Schatten.
01:04:06: Also die Promenade war morgens auch schon so, dass da einfach kein Schatten war.
01:04:11: Gar nicht.
01:04:11: Du hast in den Seitenstraßen hattest du Schatten, da wo rechts und links Häuser standen.
01:04:15: Und ansonsten hattest du keinen Schatten.
01:04:18: Und wir haben dann, wir sind losgelaufen, gefühlt sind wir zwei Stunden gelaufen.
01:04:23: Es waren vielleicht zwanzig Minuten, wenn
01:04:25: du brauchst.
01:04:26: Und haben uns dann entschieden, wir setzen uns da auf eine Bank im Schatten und machen ein kurzes Päuschen.
01:04:32: Und die Anzeige hat angezeigt, thirty-fünf Grad.
01:04:35: Von der
01:04:35: Abotegedage, ja.
01:04:37: Cool, cool, cool.
01:04:38: Und dann
01:04:39: hat Luisa gedacht, ich gucke jetzt noch mal, wie das da aussieht.
01:04:42: Diese Spektakuläre Ausgabe.
01:04:43: Das war der Moment, wo du die Nachbilder geguckt hast, so war das nämlich.
01:04:48: Und dann hast du festgestellt, dass tatsächlich nur Löcher im Boden sind.
01:04:52: Zehn Löcher
01:04:52: im Boden?
01:04:53: Hat die Welt noch nicht gesehen, sowas?
01:04:56: Tates sind wirklich nur Löcher.
01:04:57: Das
01:04:57: sind einfach nur Löcher.
01:05:00: Möchtest du die Löcher sehen?
01:05:02: Nee.
01:05:04: Also, wegen Löchern lauf ich da ja jetzt nicht durch die Preise und in die
01:05:07: Gäste.
01:05:07: Ich bin ja nicht dumm.
01:05:08: Ich bin ja nicht dumm, Check it.
01:05:10: Wer bin ich denn?
01:05:11: Dumm?
01:05:12: Nee.
01:05:13: Wegen fünf Löcher?
01:05:16: Krieg ich ja jetzt keinen Hitschlag.
01:05:17: Was zur Hölle habe ich mir da wieder in meinem Rabbit Hole Kopf zusammengestellt?
01:05:22: Vom Pei.
01:05:22: Vom
01:05:23: Pei?
01:05:23: Ja, aber ich habe mir das auch aus deiner Erzählung heraus.
01:05:27: Ich weiß gar nicht, was es ist, was ich
01:05:28: mir wieder habe.
01:05:28: Also habe ich mir das auch viel
01:05:29: größer vorgestellt.
01:05:31: Ich hab gehört, die sagen, welcome.
01:05:33: Dann kriegen wir da noch einen halben Geschichtskurs, wo ich dann sagen kann, brauchen wir nicht.
01:05:36: Dann hab ich alles schon gelesen.
01:05:38: Ich hab die Informationen da.
01:05:40: Du hättest ja nicht mal ausgegrabenes Schächen kaufen können.
01:05:43: Du hättest mich ins Loch gebummt, mit völliger Berechtigung und zugebuddelt.
01:05:47: Und gesagt, du hast deine Ausgrabung.
01:05:50: Das war nix.
01:05:51: Das war so, wir kamen dann noch bis zum ...
01:05:54: Bis zum nächsten Strand.
01:05:55: Weil eine Sache war mir dann doch wichtig.
01:05:57: Und das war tatsächlich ... Diese
01:06:00: Dünen.
01:06:00: Diese Dünen?
01:06:01: Ja, stimmt.
01:06:02: Das war Platz zwei dann.
01:06:03: Wir
01:06:04: kamen da an, Leute.
01:06:06: Wir hatten nicht mal mehr Bock, unseren Scheiß über teuerten Schirm zu gönnen mitliegen.
01:06:10: Wir haben uns einfach nur, weil es gab so einen Dank.
01:06:14: Dünen und Fels.
01:06:16: Gab so Fels.
01:06:17: War der Sand nass.
01:06:19: Und das bedeutete Kühle.
01:06:20: Und Schatten.
01:06:21: Und wir haben uns dann einfach nur in diesen nassen Sand reingelegt.
01:06:25: Wir haben uns überlegt in diesen zwanzig Minuten.
01:06:28: Aktiv Urlaub.
01:06:30: Also die Boots-Zur könnte man ja machen.
01:06:33: Am nächsten Tag.
01:06:35: Wir sind dann durch die Dünen gelaut.
01:06:38: Jetzt laufen wir da auch schnell durch.
01:06:40: Neben der Pissrinne.
01:06:42: Oh Gott, Leute, das war so ein Fail.
01:06:47: Ausflüge mit Luisa, es ist wirklich... Aber ich habe mich so geschämt, dass ich dir nicht einmal die Informationen über diese Scheißausgrabung... Die habe ich schön für mich behalten.
01:06:58: Ich habe mich so geschämt.
01:06:59: Ja, und
01:06:59: ich habe ja gedacht, jetzt laufen wir durch die Dünnen, dann ist sie ja voll glücklich, weil dann hat sie ja wenigstens ihre Dünnen gehabt.
01:07:06: Nee, hinter mir hat sie die ganze Zeit gemacht.
01:07:08: Oh, was ist das?
01:07:10: Jetzt muss ich dadurch das Gestrüpp durch.
01:07:14: Und dann siehst du, ich habe ein Hemdbus gelegt und dann war ich schon klar, dass die vom
01:07:17: Nasput zu kommen.
01:07:18: Hä?
01:07:19: Aber
01:07:20: wollte
01:07:21: du nicht... Das
01:07:22: hier, genau durch die Bäume.
01:07:25: Nein,
01:07:25: okay.
01:07:26: Bei den Touri-Zentrale war alles sauber.
01:07:29: Und in den Dünen haben die Touris halt ihr ... Ja.
01:07:32: Das war für mich einfach so, dass ich gedacht hab, ich hätte jetzt gern Alkohol.
01:07:37: Ich bin ja erfohrenell.
01:07:39: Und ich hätte jetzt gern ein Glas Aperol.
01:07:42: Das hab ich dann auch bekommen.
01:07:44: Dann hab ich mich zehntausendmal entschuldigt, hab Träne klacht, bin mich dann wieder ein bisschen geschimpft.
01:07:50: Und dann waren wir auch wieder auf dem Rückweg.
01:07:53: Und dann waren wir auch wieder in unserem Strand.
01:07:55: Und dann kam die Rache.
01:07:56: Oh ja,
01:07:57: mein Lieblingsmoment aus dem ganzen Urlaub.
01:07:59: Genau, den erzähle ich mit Vorfreude.
01:08:01: Überhaupt kein Problem.
01:08:03: Wir waren bei unserem Sankriegermann, der mit den schönen Papageien.
01:08:06: Ich wollte dann an dem Tag auch nichts mehr Neues ausprobieren, hab ich gedacht.
01:08:10: Und standen da und haben dann bestellt und der ... Hat die zwei Sangrierer gemacht.
01:08:15: Und ein anderer Buggy, wer nehmt dran, hat zum gleichen Zeitpunkt in zwei Sektgläser Kaffeelikör eingeschenkt.
01:08:26: Und ich sag noch zu Luisa so, guck mal,
01:08:28: wie eklig das ist.
01:08:30: Sieht, ist ja voll der Abturner irgendwie.
01:08:32: Aus dem Sektglas ohne Eiswürfel.
01:08:34: Ja, dann dreht er sich um und sagt das für euch.
01:08:38: Und ich, aha cool, dankeschön, weil sie hat heute nämlich Geburtstags,
01:08:42: passt perfekt.
01:08:43: Und in dem Moment sind so eine Auge aufgegangen.
01:08:46: So, Moment,
01:08:47: war sie hier.
01:08:49: Und dann kam in dem kompletten Lokal laut aufgedreht.
01:08:52: Happy Birthday!
01:08:55: Am helllichten Tag mit diesem Gammel-Bailey in der Hand aus dem Säckglas.
01:09:03: Alle drehen sich um.
01:09:05: Alle!
01:09:08: Und sie haben mitgesungen.
01:09:12: Und dann ist da eine kleine Luisa mal ganz schnell ganz rot geworden.
01:09:15: Ganz schnell.
01:09:17: So unangenehm.
01:09:17: Es war
01:09:18: so schön.
01:09:19: Ich habe noch nie in meinem Leben so schnell ein Bailey aus dem Segglas gesoffen.
01:09:23: Ja.
01:09:24: In dem Moment.
01:09:26: So ist das für euch.
01:09:28: So
01:09:28: ist es mit der Freundezeit.
01:09:30: So
01:09:31: fühlt
01:09:31: sich das vor an.
01:09:32: Ja.
01:09:32: Dann gab es auch noch diesen unangenehmen Moment, wo dieses Lied zu Ende war.
01:09:37: Und die Leute applaudiert haben.
01:09:38: Jetzt ist das aber eine Happy Birthday CD.
01:09:41: bedeutet, da ist das nächste Cover hinten dran gelaufen, dann aber diesmal so einen Schlager, dann haben sie das vergessen auszumachen.
01:09:49: Ich dann ihm mit meinem Bailey in der Birne.
01:09:52: Nein, nein, nein, nehmt noch einmal.
01:09:54: Danke, danke.
01:09:57: Ich hab mich geschämt.
01:09:58: Ich hab mich in meinem Leverhörner.
01:10:01: Wir sind dann auch schnell gegangen.
01:10:03: Mit St.
01:10:03: Griech.
01:10:04: Also ich
01:10:04: war ja noch ein bisschen geblieben.
01:10:06: Ja.
01:10:06: Aber
01:10:08: jetzt, du?
01:10:10: Jetzt freu ich, Polonies gestattet.
01:10:12: Ja.
01:10:13: Dann hätte ich mich ja gar nicht geschämt.
01:10:16: Plötzlich da gar nicht.
01:10:17: Da hättest du die angeführt und hättest Leute angesprochen, ob sie nicht mitmachen wollen, weil die da hat Geburtstag.
01:10:24: Hopp, have the girl.
01:10:25: Und dann sind wir an den Strand runter mit unserem Becherchen, haben noch Liegengeschenk bekommen von einer englischen Familie, die gerade am Gehen waren.
01:10:33: Und dann was back to business.
01:10:35: Am nächsten Tag warten wir auf und ja, dich hat es etwas umgenietet.
01:10:41: Und ich muss wirklich sagen, also vielen, vielen Dank, dass du diesen Action-Tag mit mich durchgezogen hast.
01:10:48: Ich hätte, wenn ich im Ansatz gewusst hätte, was uns dann Freitag erwartet, hätte ich das ja nie im Leben vorgeschlagen.
01:10:55: Dann haben wir Freitag-Pultag gemacht, automatisch.
01:10:59: Und dann haben wir es uns gut gehen lassen.
01:11:00: und Samstags Überraschung.
01:11:02: Strand.
01:11:02: Ja, wohl.
01:11:04: So spannend war es.
01:11:07: Und dann war eigentlich auch schon wieder leider Sonntag.
01:11:10: Ja.
01:11:11: Wie soll man sagen?
01:11:13: Mit uns ist nichts anzufangen.
01:11:16: Um vier Uhr morgens.
01:11:18: Da gibt es nichts zu holen, aber gar nichts.
01:11:22: Drei Uhr, fünf, vier, vier, steh ich irgendwo auf Malle im Dunkel an einer Bushalter Stelle, während Besoffene noch an mir vorbei teugeln.
01:11:31: Also
01:11:31: ich hätte mich ja in diesem Flughafen auch verlaufen, wenn du nicht gewesen wärst, weil ich hab ja nie mal die Tafel richtig lesen können.
01:11:39: Das war wirklich, also... Aber welche Grundfunktionen deines Körpers haben wir plötzlich ausgesetzt?
01:11:45: Hunderts, sieben und vierzig.
01:11:46: Nee, Checki, hunderts, fünf und siebzig.
01:11:49: Oh, bin verrutscht.
01:11:52: Okay.
01:11:54: Kann ich dir einfach hinterherlaufen,
01:11:55: bitte?
01:11:56: Checki, wir pflegen nicht nach Russland.
01:11:57: Ich hatte
01:11:57: aber auch noch keinen Kaffee.
01:12:00: Ja, auch mit Kaffee wurde es viel besser dann.
01:12:02: Oh, steigende Laune pro Kaffee Schluck.
01:12:05: Umgeben von Bierköniginnen
01:12:07: und Bierköniginnen.
01:12:08: Alter, Leute, ich hab mich so enttäuscht zu sein, Alter.
01:12:11: Das war wirklich... Das war toll.
01:12:15: Ja, auch wie die Leute sich teilweise dort, also obwohl es nur Familien und alte Menschen waren, also diese Hilfsverständlichkeit.
01:12:23: Wo sind die Tassen?
01:12:27: Noablo.
01:12:29: Sprechen Sie kein
01:12:30: Deutsch.
01:12:31: Nee, Schwester, wir sind in Spanien.
01:12:33: Das gibt's doch nicht.
01:12:36: Doch ehrlich, du bist im Flugzeug, das heißt, du bist nicht mehr David Warsch.
01:12:40: Überraschung.
01:12:41: Wie die Ampus.
01:12:42: Das ist ja wohl die Höhe.
01:12:45: Ich war zuerst hier.
01:12:46: Warum darf die, die als Letztes kamen, zuerst einchecken?
01:12:49: Das hat er
01:12:49: nicht
01:12:50: gesagt.
01:12:50: Leute, Leute, Leute.
01:12:52: Wir waren dann wieder zu Hause.
01:12:54: Marian hat uns dankenswerterweise hin gefahren und wieder abgeholt.
01:12:58: Hier, Wartezeit, Herr Regen, auf uns.
01:13:00: Das ist toll.
01:13:03: Ja.
01:13:03: Von dreißig Grad auf dreizehn.
01:13:06: Und da ist ja gar keine Sonne und damit komme ich noch nicht so zurecht.
01:13:10: Wie sieht es bei dir aus?
01:13:12: So lange ich noch einen Unterschied auf meiner Houndback
01:13:14: habe.
01:13:14: Das Thema Dating App im Anbetracht der Uhrzeit würden wir vielleicht dann doch auf nächste Woche verschieben.
01:13:25: Das wird schön.
01:13:25: Ja, das
01:13:26: ist super toll.
01:13:27: Ganz toll.
01:13:29: Vielleicht vergessen wir es auch bis dahin.
01:13:30: Nein.
01:13:31: Verdrängung eher?
01:13:32: Nein.
01:13:33: Wir sind jetzt wieder da.
01:13:35: Wir haben im Vorfeld darüber gesprochen, wie wir mit dem Podcast weitermachen wollen.
01:13:39: Wir haben beide richtig Bock, also versuchen wir auf jeden Fall weiterzumachen.
01:13:45: Ich hoffe, dass in zwei Wochen wieder einer stattfinden kann und online ist und ihr uns wieder begleiten könnt in dem alltäglichen Wahnsinn.
01:13:54: Aber ich mag kein Versprechen geben, aber die Hoffnung bleibt.
01:13:57: Wir
01:13:58: wünschen euch eine wundervolle Woche.
01:14:01: Passt gut auf euch auf.
01:14:03: Hoffentlich habt ihr besseres Wetter wie wir.
01:14:05: Und wenn nicht, habt Tonne in eurem Herz
01:14:09: drin.
01:14:10: Abi!
01:14:11: Ciao Kakao.
Neuer Kommentar